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veröffentlicht am Dienstag, 25.04.2017


Andwil. Toni Thoma nahm am 1. Januar seine Arbeit als Gemeindepräsident von Andwil auf. Nach seinen 100 ersten Tagen im Amt zieht er eine positive Bilanz. Er schätzt vor allem die Kleinräumigkeit und den direkten Kontakt zur Bevölkerung.

Toni Thoma, wie haben Sie sich in Ihre neue Arbeit eingelebt?
Ich fühle mich in meinem Amt sehr wohl. Die Arbeit ist intensiv und fordernd, macht mir aber grosse Freude. Meine Aufgaben sind nicht nur vielfältig, sondern auch spannend und abwechslungsreich. Für mich ist deshalb jetzt schon klar, dass der Beruf des Gemeindepräsidenten der schönste ist, den ich mir vorstellen kann.

Wie erlebten Sie den Wechsel vom Gemeinderat zum Gemeindepräsidenten?
Aus meiner Tätigkeit als Gemeinderat kannte ich schon die einen oder anderen Abläufe und zudem alle Mitarbeitenden. Ich habe ein Team vorgefunden, das einwandfrei organisiert und bestens motiviert ist. Es hat mich mit sehr viel Wohlwollen aufgenommen und unterstützt mich tatkräftig. Das gilt auch für den Gemeinderat, in dem wir bestens zusammenarbeiten. Nicht zuletzt stellte ich durch die einen oder anderen Kontakte fest, dass mir die Bevölkerung sehr viel Kredit einräumt. Das alles erleichterte mir den Einstieg in meine neue Funktion.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am besten?
Andwil mit seinen rund 1 900 Einwohnerinnen und Einwohnern, mit seiner Infrastruktur und seiner finanziellen Situation befindet sich in einem guten Zustand. Eine solche Gemeinde zu führen, ist eine grosse Motivation. Durch die Kleinräumigkeit bin ich sehr nahe an der Bevölkerung. Das entspricht meinen Vorstellungen und ist eine grosse Chance.

Welche Grundanliegen haben Sie mit Ihrer Art der Gemeindeleitung?
Mir liegt es am Herzen, dass sich Andwilerinnen und Andwiler in ihrer Gemeinde wohl fühlen. Das hat zum einen mit den üblichen Aufgaben einer Gemeinde zu tun. Darüber hinaus ist mir aber wichtig, dass die Bevölkerung stolz ist auf ihre Gemeinde und gerne in Andwil lebt. Das bedeutet, dass ich die Kontakte direkt und persönlich gestalten möchte. Nur mit meiner persönlichen Anwesenheit kann ich erfahren, was die Menschen bewegt, wo der Schuh drückt. Das hat nicht zuletzt sehr viel mit gegenseitigem Vertrauen zu tun.

Wie gehen Sie mit den beiden Funktionen als SVP-Kantonsrat und als Gemeindepräsident um?
Als Gemeindepräsident ist für mich klar, dass ich mich für das Gemeinwohl einsetze. Persönliche parteipolitische Interessen spielen dabei keine Rolle. Deshalb bin ich in der Gemeinde politisch auch nicht mehr aktiv. Wichtig ist mir vielmehr die Zusammenarbeit mit allen Ortsparteien. Anders verhalte ich mich als Kantonsrat. Dort engagiere ich mich nach wie vor für die pointierte Politik der SVP.

Welche Bedeutung hat dieses Mandat als Kantonsrat für die Gemeinde?
Als Kantonsrat bin ich sehr früh über die Geschäfte informiert. Zum Teil kann ich diese in Kommissionen mitgestalten. Dass dabei die Interessen einer Gemeinde zum Zug kommen, liegt auf der Hand. Zudem ist über die Jahre ein wertvolles Netzwerk entstanden. Deshalb bin ich überzeugt, dass meine Tätigkeit im Kantonsrat für die Gemeinde Andwil wertvoll ist.

Was hat Sie in den ersten 100 Tagen vor allem beschäftigt?
In diese Phase fiel der Budgetprozess. Wir erstellten den Jahresbericht, der jedes Jahr eine grosse Aufgabe ist. Das war eine sehr intensive Zeit, die mir einmal mehr gezeigt hat, welch grosse Verantwortung ein Gemeindepräsident trägt.

Was steht in nächster Zukunft an?
Der Gemeinderat wird sich an die Planung der Legislatur machen. Wir werden festlegen, welche Projekte wir anpacken wollen, wie viel Geld dafür zur Verfügung steht und so weiter. Die Ortsplanung mit Richtplan, Zonenplan und Baureglement wird den Gemeinderat intensiv beschäftigen. Die Veränderungen in der Rechnungslegung werden die Verwaltung fordern.

Wo sehen Sie Andwil in zehn Jahren?
Ich gehe davon aus, dass Andwil rund 2000 Personen zählen wird, eine intakte Infrastruktur aufweist und sich steuerlich im gewohnten Rahmen bewegen wird. Vor allem aber sehe ich Andwil  eigenständig, selbstbestimmt und attraktiv. Mir ist zudem bewusst, dass die Ansprüche der Bürger an ihre Gemeinde steigen, nicht nur in Andwil. Das wird uns in der Verwaltung zunehmend fordern.

Wie beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit?
Viel freie Zeit bleibt mir neben meiner Arbeit als Gemeindepräsident und meiner kleinen Druckerei in Niederuzwil nicht. Sogar die Musik hat kaum mehr Platz, denn meine Freizeit ist vor allem für meine Familie reserviert.

INTERVIEW: MARTIN BRUNNER

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